Ich trainiere keine Hunde. Ich verstehe sie.

Lächelnde Frau mit Sonnenbrille und orangefarbener Bluse hält einen hellbraunen Welpen vor einem tropischen Wandgemälde.

Türkei, irgendwo am Straßenrand. Manche Begegnungen vergisst man nicht

Hellbraun-weißer Hund mit schwarzem Halsband liegt auf einer Wiese im Wald.

Eines der wenigen Fotos von Tobi. Mein bester Freund und der Grund, warum ich heute tue, was ich tue

Frau mit zwei Hunden auf einem Waldweg, die in einen sonnendurchfluteten Wald zeigt

Inge und Elvis. Zwei Hunde, zwei Charaktere, ein gemeinsamer Blick

Nahaufnahme eines braunen Hundes mit Leckerli auf der Schnauze im Freien

Elvis hat zur Ernährungsberatung genau eine Frage: Wann darf ich?

Lächelnde blonde Frau mit Sonnenbrille neben einem großen schwarz-grauen Hund im Freien

Inge sucht gern Körperkontakt. So viel Nähe ist bei uns über Jahre gewachsen

Frau mit Stofftasche geht mit einem braunen Hund über einen schmalen Feldweg durch eine trockene Wiese.

Elvis und ich unterwegs. Er behält alles im Blick und braucht Abstand zu fremden Menschen. Beides darf er!

Hunde begleiten mich, seit ich neun Jahre alt bin…

Ich bin Corinna Friedrichs. Tierpsychologin mit Schwerpunkt Hund und Coach.

Als Kind war mir der Kontakt zu anderen Menschen oft zu viel. Mit Gleichaltrigen konnte ich wenig anfangen, und echte Nähe habe ich kaum zugelassen. Bei Hunden war das anders. Sie waren ehrlich und klar in dem, was sie zeigten. Bei ihnen konnte ich Nähe erleben.

Also habe ich mit neun Jahren bei den Nachbarn geklingelt und gefragt, ob ich mit ihrem Hund spazieren gehen darf. Das kleine Taschengeld war ein schöner Nebeneffekt. Über 30 Hunde waren es mit der Zeit.

Zu einem hatte ich eine ganz besondere Bindung: Tobi. Er war wie mein eigener Hund und 14 Jahre lang an meiner Seite. Tobi hat mir gezeigt, wie Hunde sich mitteilen, wenn man genau hinschaut. Er hat mich durch meine Jugend begleitet und mir Halt gegeben, als mir Menschen schwerfielen. Ohne Tobi würde ich heute nicht tun, was ich tue. Er ist der wichtigste Grund, warum ich Tierpsychologin geworden bin.

Mit 19 kam mein erster eigener Hund: Nico, ein Pudel. Er ist 17 Jahre alt geworden.

Heute leben Inge und Elvis mit mir. Inge ist eine Deutsche Dogge, Elvis ein Weimaraner-Mischling. Die beiden sind so verschieden, wie Hunde nur sein können. Elvis bleibt bei Hundebegegnungen inzwischen gelassen. Inge kann bei manchen Begegnungen so fixiert sein, dass sie mich kaum noch wahrnimmt. Ich kenne also beide Seiten der Leine. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Spaziergang nicht so läuft wie geplant.

Seit 2017 lebe ich im Vanlife. Mit den Hunden bin ich viel unterwegs, auf Campingplätzen, in fremden Orten, auf Wegen, die wir nicht kennen. Dort treffen wir ständig auf neue Hunde und neue Menschen. Besseres Anschauungsmaterial gibt es nicht.

Vom Fahrschulauto zur Hundeperspektive

Rund zehn Jahre habe ich als Fahrlehrerin gearbeitet und Theorieunterricht gegeben. Dort habe ich gelernt, Wissen so zu erklären, dass es im Alltag hängen bleibt. Auch bei Menschen, die nervös sind oder denken, sie verstehen das nie. Ich habe gelernt, ruhig zu bleiben, wenn jemand anderes in Panik gerät. Und ich weiß, dass Sicherheit vor allem davon abhängt, Situationen früh zu erkennen.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass der Beruf nicht mehr zu mir passt. Den ganzen Tag dicht neben Menschen im Auto, dazu Termindruck, Prüfungsdruck und Erwartungen von allen Seiten. Das hat mich auf Dauer zu viel Kraft gekostet. Also habe ich aufgehört.

Was geblieben ist: das Erklären. Und die Hunde. Neben meinen Jobs habe ich schon immer Menschen rund um Hunde geholfen. Ich habe Freunden und Bekannten geholfen, mit ihrem Hund im Alltag besser zurechtzukommen. Ich habe Familien begleitet, die den passenden Hund gesucht haben. Und ich habe mit ihnen überlegt, wie sie ein gutes Zuhause für ihren Welpen schaffen, bevor er einzieht.

Dazu kommen rund 15 Jahre Berufserfahrung im Büro und viele Jahre als selbstständige Coach mit meinem Unternehmen „Expedition zu dir“. Mit meiner Ausbildung zur Tierpsychologin mit Schwerpunkt Hund habe ich all das zusammengebracht.

Warum ich keine Hundetrainerin bin

Hundetraining setzt beim Hund an. Er soll lernen, sich anders zu verhalten, auf Signale zu hören, ruhiger zu werden. Das hat seinen Platz. Mein Weg ist ein anderer.

Tobi hat mir als Kind nichts beigebracht, indem er gehorcht hat. Er hat mir gezeigt, was er fühlt. Ich musste nur lernen, hinzuschauen. Genau da setze ich an: bei den Menschen.

Viele Begegnungen werden schwierig, weil Menschen nicht wissen, was ein Hund ihnen gerade zeigt. Sie gehen direkt auf ihn zu, beugen sich über ihn, halten ihm die Hand hin oder starren ihn an. Andere erstarren vor Angst oder laufen weg. Der Hund reagiert darauf, und schon ist die Situation angespannt.

Darum bringe ich Menschen bei, Hunde zu lesen. Woran du erkennst, ob ein Hund entspannt ist, unsicher oder lieber Abstand will. Warum ein wedelnder Schwanz nicht automatisch Freude bedeutet. Wie du dich einem Hund näherst, wenn er und sein Mensch das wollen. Und was du tun kannst, wenn du Angst hast oder dich unwohl fühlst: wie du Abstand hältst, ruhig bleibst und die Person am anderen Ende der Leine ansprichst.

Ob du einen Hund hast oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Du lernst, eine Begegnung einzuschätzen und selbst gut zu handeln. Dann wird es für alle entspannter. Für dich, für den Menschen mit Hund und für den Hund.

Ich bin keine Tierärztin. Wenn es um die Gesundheit eines Hundes geht, gehört er zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Mein eigener Blick

Ich bin Autistin und habe ADHS. Ich nehme manche Dinge intensiver wahr und brauche Klarheit. Darum weiß ich, wie anstrengend Reize und unvorhersehbare Situationen sein können. Das hilft mir, Menschen ernst zu nehmen, die Begegnungen anders erleben als die meisten.

Was als Nächstes kommt

Ich lerne weiter. Gerade mache ich eine Weiterbildung im Bereich Hundeernährung.

Warum Ernährung? Weil Verhalten nie für sich allein steht. Wie ein Hund sich fühlt, hängt auch davon ab, wie es ihm körperlich geht. Und was im Napf landet, ist ein Teil davon. Viele Menschen fragen mich, welches Futter zu ihrem Hund passt, wie viel er braucht oder worauf sie beim Welpen achten sollen. Darauf will ich fundiert antworten können.

Sobald ich die Weiterbildung abgeschlossen habe, kommt die Ernährungsberatung als eigenes Angebot dazu. Bei gesundheitlichen Problemen bleibt die Tierärztin oder der Tierarzt die erste Anlaufstelle.

Bis dahin bleibt mein Schwerpunkt, was mich seit meinem neunten Lebensjahr begleitet: Hunde verstehen und Menschen zeigen, wie sie es auch können.

Du willst wissen, ob ich dir helfen kann? Dann lass uns sprechen.