Du hast einen Hund und hast trotzdem Angst vor fremden Hunden?
Du liebst deinen Hund. Aber jeder Spaziergang fühlt sich an wie ein Hindernislauf.
Du hast selbst einen Hund. Zu Hause seid ihr ein eingespieltes Team. Aber sobald ihr draußen seid, bist du in Alarmbereitschaft. Du scannst die Wege nach anderen Hunden ab. Du gehst früh morgens oder spät abends raus, wenn wenig los ist. Und wenn doch ein fremder Hund auftaucht, spannst du dich an, verkürzt die Leine und hoffst, dass es gut geht.
Das kann jeden treffen, egal wie groß der eigene Hund ist. Besonders oft erzählen mir aber Menschen mit kleinen Hunden davon.
Kennst du diese Situationen?
-Du gehst mit deinem kleinen Hund spazieren. Ein großer Hund kommt ohne Leine auf euch zu. Sein Halter ist weit weg und ruft: „Der will nur spielen!“ Du nimmst deinen Hund hoch, dein Herz rast. Der große Hund springt an dir hoch, um zu sehen, was du da im Arm hast.
-Dein Hund sieht einen anderen Hund und fängt an zu bellen, zu ziehen und nach vorne zu springen. Andere Leute schauen dich an. Du schämst dich und weißt nicht, was du tun sollst. Dabei war dein Hund eben noch ganz ruhig.
-Du triffst eine Bekannte mit ihrem Hund. Sie will, dass die Hunde sich begrüßen. Dir ist das unangenehm, aber du traust dich nicht, Nein zu sagen. Die Hunde beschnuppern sich, und du hältst die Luft an.
-Dein Hund hat schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht. Er wurde angegriffen oder überrannt. Seitdem zuckst du bei jedem fremden Hund zusammen. Und dein Hund auch.
Du bist mit diesen Gefühlen nicht allein.
Und es gibt einen Grund, warum sie sich so festsetzen.
Dein Hund liest dich
Hunde nehmen sehr genau wahr, wie es ihrem Menschen geht. Sie merken, wenn du dich anspannst, die Leine kürzer nimmst oder den Atem anhältst. Für deinen Hund ist das ein Signal: Da vorne stimmt etwas nicht.
Daraus entstehen oft zwei Reaktionen.
Manche Hunde werden selbst unsicher. Sie ducken sich, drücken sich an deine Beine oder wollen umdrehen. Deine Angst wird zu ihrer Angst.
Andere Hunde gehen nach vorne. Sie bellen, ziehen und springen in die Leine. Von außen wirkt das, als wäre dein Hund aggressiv oder schlecht erzogen. Oft steckt etwas anderes dahinter: Dein Hund spürt, dass du dich unwohl fühlst, und versucht, die Situation zu klären. Er will den anderen Hund auf Abstand halten. Für dich. Und für sich.
Beides ist kein Fehler deines Hundes. Und auch keiner von dir. Es ist ein Kreislauf, den ihr beide gelernt habt. Und was gelernt ist, lässt sich auch verändern.
Kleine Hunde, großer Unterschied?
Kleine Hunde sind nicht ängstlicher als große. Und sie sind auch nicht von Natur aus kläffig oder zickig, wie man oft hört. Die Größe allein entscheidet nicht über das Verhalten.
Was sich oft unterscheidet, ist der Alltag. Kleine Hunde werden häufiger hochgehoben, wenn es brenzlig wird. Fremde Menschen greifen öfter ungefragt nach ihnen, weil sie so niedlich sind. Große Hunde rennen sie im Spiel einfach um. Und manches Verhalten, das man bei einem großen Hund sofort ernst nehmen würde, wird beim kleinen belächelt.
„Der ist ja nur so klein.“
Dein Hund erlebt die Welt aus einer anderen Perspektive. Aus Kniehöhe ist ein großer Hund, der auf einen zustürmt, wirklich beeindruckend. Wenn dein Hund dann merkt, dass auch du Angst hast, hat er wenig, woran er sich festhalten kann.
Das Ziel ist nicht, dass dein Hund jeden anderen Hund mag. Das Ziel ist, dass ihr beide euch sicherer fühlt. Und dass du weißt, wie du für deinen Hund da sein kannst.
Du darfst Grenzen setzen
Du musst nicht jede Begegnung zulassen. Du darfst Nein sagen, wenn jemand seinen Hund zu deinem lassen will. Du darfst um Abstand bitten. Und du darfst einen Bogen gehen, auch wenn andere das komisch finden.
Für deinen Hund ist das wichtig. Wenn er merkt, dass du Situationen für ihn regelst, muss er es nicht selbst tun.
Was du bei mir lernst
Wir schauen auf beides: deine Unsicherheit und die Bedürfnisse deines Hundes.
wie dein Hund kommuniziert und woran du erkennst, ob er entspannt, unsicher oder aufgeregt ist
wie du fremde Hunde früher einschätzt und erkennst, ob eine Begegnung entspannt wird oder nicht
wie deine eigene Körpersprache und Stimmung auf deinen Hund wirken
wie du Begegnungen ruhig gestaltest, mit Abstand, Bogen und klaren Signalen für deinen Hund
wie du andere Halter ansprichst, um Abstand bittest und Nein sagst, ohne dich zu rechtfertigen
wann es sinnvoll ist, deinen kleinen Hund hochzunehmen, und wann du ihm damit keinen Gefallen tust
warum Bellen und Ziehen an der Leine oft aus Unsicherheit entstehen und nicht aus Aggression
So arbeiten wir zusammen
Im Einzelcoaching schauen wir auf eure Situation. Wie läuft ein typischer Spaziergang? Wo wird es schwierig? Was hast du schon versucht? Gemeinsam entwickeln wir Schritte, die zu dir und deinem Hund passen.
Im Coaching-Paket hast du Zeit, das Gelernte zwischen den Terminen auszuprobieren. Mit WhatsApp-Begleitung kannst du mir direkt nach einer Begegnung schreiben, solange sie dir noch frisch im Kopf ist.
Beim Coaching vor Ort gehen wir zusammen raus. Ich sehe, wie dein Hund und du auf andere Hunde reagiert, und kann dir direkt Rückmeldung geben. Gerade bei diesem Thema ist das oft wertvoll.
Im Webinar lernst du gemeinsam mit anderen Haltern, die dasselbe erleben. Ihr tauscht euch aus und merkt schnell: Ihr seid nicht die Einzigen.
Wichtig zu wissen
Wenn dein Hund sich plötzlich anders verhält als sonst, lass ihn zuerst tierärztlich untersuchen. Schmerzen können Unsicherheit und Abwehrverhalten auslösen. Mein Angebot ist Coaching und Bildung. Ich ersetze keine tierärztliche Behandlung und keine Psychotherapie.
Spaziergänge dürfen wieder schön werden
Du und dein Hund verdient entspannte Runden. Ohne ständiges Scannen, ohne Herzklopfen bei jeder Ecke. Im kostenlosen Kennenlerngespräch erzählst du mir von euch, und wir schauen, wie ein erster Schritt aussehen kann.
Meine Angebote sind Coaching und Bildung. Sie ersetzen keine Psychotherapie und keine tierärztliche Behandlung.
Hunde verstehen beginnt mit einem Gespräch
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